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Blog Serie Unternehmenskultur im Gesundheitswesen: Kapitel 1 Unternehmenskultur  als Wettbewerbsvorteil

   

Themen: unternehmenskultur, kooperation, teamwork

Die Unternehmenskultur ist auch im Gesundheitswesen das Fundament des Erfolgs. 

Die einst statischen Spitalorganisationen sind agil geworden und werden sich mit der Digitalisierung, dem Eintritt der jungen Generation und neuen Berufsbildern weiter anpassen müssen.

Erfahren Sie jetzt mehr über dieses spannende Thema in unserer zweiten Blog-Serie - Unternehmenskultur.

Herzattacken sind in der Schweiz die häufigste Todesursache und der dritthäufigste Hospitalisierungsgrund. Ob die Person stirbt oder gerettet wird, hängt allerdings massgeblich vom Spital ab, in dem sie behandelt wird.

Wissenschaftler der Yale School of Public Health haben die Faktoren untersucht, welche die Überlebenschancen erhöhen – und kamen zu einer bemerkenswerten Erkenntnis: In den Spitälern, deren Unternehmenskultur ausdrücklich auf Kooperation und Teamwork basiert, hatten die Patienten eine geringere Sterblichkeit als in solchen mit einer rigiden Organisation.

Dies ist ein Grund, warum Zusammenarbeit zwischen oben und unten, den Berufsgruppen und den Abteilungen als Schlüsselfaktor für den Erfolg eines Spitals gilt.Gerade bei Institutionen im Gesundheitswesen, in denen es um Leben und Tod geht, kommt der Unternehmenskultur höchste Bedeutung zu. Dabei handelt es sich nicht um messbare Faktoren wie Arbeitszeit oder Lohn, sondern um die berühmten soften Faktoren im Innern eines Betriebs, die aber auch in der Darstellung gegen aussen den Unterschied machen. Sie zeigen, dass im Management gemeinsame Werte für Arbeitsbedingungen geschaffen worden sind, in denen die Angestellten gerne Zeit verbringen und sich geschätzt fühlen.

"Basis des langfristigen Erfolgs eines Unternehmens ist eine positive Unternehmenskultur"

,postuliert denn auch das Universitätsspital Zürich (USZ). Die Zahl der Grundwerte verhält sich umgekehrt proportional zu seiner Grösse: «Vorbildlich, engagiert, respektvoll», lautet die knappe Botschaft an die Mitarbeitenden. Diese decken eine enorme Vielfalt an Berufsgruppen und Nationalitäten ab: Im USZ sind mehr als 7800 Mitarbeitende aus 87 Nationen tätig, darunter 1400 Ärztinnen und Ärzte und 2500 Pflegefachpersonen. Hinzu kommen 2000 Mitarbeitende in nicht medizinischen Bereichen. Insgesamt gibt es 120 Berufe in über 500 Funktionen. Eine solche Bandbreite auf eine Linie einzuschwören, erfordert eine starke Führung und eine starke Kultur.

Die meisten Spitäler und Kliniken bewirtschaften einen ganzen Wertekatalog, der von Führung über Qualitätsbewusstsein bis zur Kommunikation das ganze Spektrum betrieblicher Themen abdeckt. «Wir praktizieren eine lebendige Feedback-Kultur», heisst es etwa bei Hirslanden, «wir kommunizieren ruhig und gelassen und schaffen damit die Basis für eine gute Zusammenarbeit». Auch das Thema Konflikte wird thematisiert - mit der Formel «Wir sehen Konflikte als Chancen».

STARKE KULTUR FÖRDERT ZUFRIEDENHEIT

Umfragen zeigen, dass die Unternehmenskultur einen grossen Beitrag zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden leistet. Mit einem Anteil von 22 Prozent steht sie an zweiter Stelle auf der Zufriedenheitsskala, direkt hinter den Löhnen. Danach folgen die Faktoren Management und Vorgesetzte sowie Karrieremöglichkeiten. Dies ergab eine Datenanalyse der Arbeitgeberbewertungsplattform Glassdoor. Starke Unternehmenskulturen, das zeigen Studien von Beratungsgesellschaften wie Kienbaum oder PwC, bieten einen Wettbewerbsvorteil, weil sie die Mitarbeitenden zufriedener machen und damit auch neue Talente anziehen.

Dabei sind Unternehmenskulturen keine statischen Gebilde. Lange Zeit herrschte in Krankenhäusern eine divisionale Gliederung in einzelne Kliniken vor. Das brachte häufig autonome organisatorische Einheiten mit jeweils eigenen Zielen und oft personendominiert und mit spezifischem Führungsstil. Zunehmend verfestigte sich so eine unzeitgemässe, starre und kostenintensive Organisations- und Führungsstruktur.

Doch in den letzten Jahren ist vieles Bewegung geraten. Die Organisationen sind agiler geworden und werden sich weiter an die veränderten Bedingungen anpassen müssen. Denn das Gesundheitswesen der Zukunft wird immer stärker patientenorientiert, teambasiert und sektorenübergreifend organisiert sein. Interdisziplinäres Zusammenarbeiten wird wichtiger, was ganz neue Anforderungen an die Unternehmenskultur stellt. Hinzu kommen neue Funktionen und Berufsbilder, die im Gesundheitswesen Einzug halten und dafür sorgen, dass die Betriebe in Bewegung bleiben.

NEUE FUNKTIONEN + NEUE BERUFSBILDER = BEWEGUNG

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Möchten Sie mehr zum Thema "Unternehmenskultur im Gesundheitswesen" lesen? Hier geht es zu unserem zweiten Artikel dieser Serie "Integration der neuen Kollegen".

Claudio Badertscher

Claudio Badertscher

Business Development Manager Healthcare

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